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28. August 2008, 05:55 Uhr, ula_bre

Nocheinmalwilli

Auf der Hauptseite noch immer:

Ofrau

Auf unerträgliche Weise
Stillschweigend noch immer ein
Willi-Geschmuse.

Titel: “Hallo du, meine Muse ...”

Ein Zärtlicher,
Ein Fragender,
Ein Suchender

Es tut mir so leid, Bruder,
Denn jetzt geht es weiter

Wie immer, und in der Regel
Nicht nur heiter

Du hast es hinter dir, Bruder,
Ich kann nur atemlos folgen

Weil mit deinem Tod
die Welt ein Stück dunkler wurde.

Kann nichts dagegen machen,
Auch wenn alle schon wieder lachen.

Show must go on,
Würdest auch du ironisch sagen.

Du wolltest gerne,
Dass ich heiter empfinde

War nie unser gemeinsames Ding,
Oberflächliches, öffentliches Lachen

Und jetzt - können wir zwei
nie wieder Wipe-out oder sonst was
Zusammen machen.

WILLI

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28. August 2008, 05:54 Uhr, ula_bre

Dann hatte der Mond die Sonne geküsst

Dann hatte der Mond die Sonne geküsst,
die Aufregung war beiseite.
Sommersprossen und Sprinkel
vergingen nie nicht,
schlugen dem Tod fröhliche Schnippel.

Ein frecher Barde dröhnte aus der Erde,
sang Obrigkeit noch aus dem Grab.
Sag, sind meine Haare 'gut' geschnitten,
fragte er lachend aus seinem Sarg.

Egal, egal, wie immer du willst,
war mir schnuppe, ob du mich killst.
Jetzt bin ich tot,
hab nie mehr Not!

Grüsst euch, der Willi, der Barde.

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28. August 2008, 05:53 Uhr, ula_bre

Thymian, Rosmarin

Keiner hatte sich
um den Thymian gekümmert.
Der wuchs dahin,
beduftete die grüne Gegend.

Inmitten von Olivenhainen.

Rosmarin. Salbei. Pinien.

Bekam ein verschüttetes Leben
plötzlich wieder Linien.

Bin immer noch sehr traurig,
alles ist immer noch irgenwie schaurig.

Drei Monate ohne dich, Willi
Werde gefragt, ists immer noch schlimm, Willi
Werde gefragt, ob ichs nicht endlich überwunden habe, Willi
Mir wird gesagt: Na, jetzt gehts weiter ohne den Willi

Ich weiss, im TV ist der Preis heiss.

Das Weltersatzteillager bleibt in irgendwelchen Bänden. Nicht da, wo du es hingelegt hast, aber trotzdem in deinen Händen.

Nicht in einem Garten in Niederglatt; da will man dir kein Denkmal setzen.
Nicht in einem Gedicht im www.wortbeitrag.net, dem Podium, das man kennt, seit du dahin deine Stimme gabst.
Du bist gegangen.
Ich habe, gottverdammte Scheisse, sehr an dir gehangen.

Wir sind zusammen aufgewachsen.
Zwilling.

Hat uns nicht nur gefallen.

Ich gäbe was drum,
mit dir zusammen zu fallen.

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28. August 2008, 04:00 Uhr, ula_bre

Abschied

Ich brenne,
und draussen tobt der Sturm.

Ich flenne,
und innen lodert ein Turm.

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04. Juni 2008, 12:14 Uhr, ula_bre

WILLI

Der Vagabund
Der Barde
Der Dichter

Hat allerlei Buntes in
Farbige Reime gepackt

Der Luftballon
Das Chamäleon
Der Schmetterlingsbruder

Willi
Ein Künstler des Leichten
Nicht bloss ein Liebhaber des Seichten

Ein Sänger
Ein Maler
Liebender und Prahler

Charmeur, Charismatiker, Clown

Probiers selbst gar nicht erst mit Versen

Er würde nicht wollen
Dass ich schreie
Würde nicht wollen
Dem Schicksal zu grollen

Ein Hansdampf in allen Gassen
Ein Exzessiver
Fast nicht zu fassen

Ein - so sagte er selbst -
Vom Schicksal Begünstigter
Absolut kein Vernünftigster

Ein an zwei Enden brennende Kerze
Ein berechnender Überbordender
Aber nie und nimmer ein Mordender

Ein ins Leben verliebter Charismatiker
Ein charmanter Pragmatiker

Liebe Leute
Nita, Kai, Siebenkaes
Und all Ihr anderen

Der Willi
Ist in die andere Welt gegangen


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03. Juni 2008, 19:15 Uhr, ula_bre

So schnell

wo bleibt der April
der doch auch will

wo war der mai
ohne kai

wo ist der juni

wo sind die wortbeitrag.nettler

wo die gefühle

alles in der Mühle

???

so schnell
alles vergessen

so schnell
vieles vermessen

so schnell

???

so schnell ist glamour vorüber
so schnell ist alles hinüber

so schnell

  2 Kommentare

31. Mai 2008, 20:07 Uhr, ula_bre

Adieu, Willi

'06. Februar 2008, 13:26 Uhr, Willi
Tote Sprachen wurden selten umgebracht

Kein Gedicht ist überflüssig,
auch nicht die eher Schwachen.
Denn ohne sie, das weiss ich schlüssig,
kann ich auch kein gutes machen.

Es ist nicht gerade Avantgarde,
ich geb es zu, die Form ist tot.
Wer kämpft denn noch mit Hellebarde?
Ich reime doch aus purer Not.

Denn anders schreiben kann ich nicht,
ich verliere die Kontrolle,
so reimt sich halt auch dies Gedicht,
als ob ich das so wolle.

Es ist ein Deutsch aus alten Tagen
und die, die es noch verstehen,
kannst du alle nicht mehr fragen,
weil sie nichts mehr hören oder sehen.'

Adieu, Willi

5. Juni 1952 bis 28. Mai 2008

Jetzt bist du da,
wo die sind,
die dich verstehen
und hören und sehen.

Grüss mir die strickenden Mädchen
auf dem anderen Planeten.

Adieu.


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